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Was Arbeitgeber vom Edelman-Trust-Barometer über das Vertrauen der Mitarbeiter lernen können

In einer Welt voller Fake News, Hacker und Spammer scheint es manchmal unmöglich zu wissen, was man glauben kann. 

Keine zwischenmenschliche Beziehung kann ohne gegenseitiges Vertrauen funktionieren. Ob zu Hause oder am Arbeitsplatz – Vertrauen ist die wesentliche Grundlage für eine gesunde Partnerschaft. 

Was ist das Edelman-Trust-Barometer?

Das Edelman-Trust-Barometer ist ein Indikator, der den durchschnittlichen Prozentsatz des Vertrauens in Institutionen aus der Wirtschaft, der Regierung, den Medien oder auch von NGOs misst. Im Grunde wird das Vertrauen auf der ganzen Welt gemessen. 

Im Bericht von 2019 steht: 

„Aus institutioneller Sicht ist Vertrauen eine zukunftsweisende Kennzahl. Im Gegensatz zur Reputation, die auf dem früheren Verhalten eines Unternehmens basiert, ist Vertrauen ein Indikator für die Zukunft. Finden Interessengruppen ein Unternehmen weiterhin glaubwürdig und akzeptieren neue Innovationen? Wird die Organisation mit Begeisterung unterstützt oder verteidigt werden?
Aus diesen Gründen ist Vertrauen ein wertvolles Gut für alle Institutionen. Deshalb sollten laufende vertrauensbildende Aktivitäten eine der wichtigsten strategischen Prioritäten für jedes Unternehmen sein.“

Was waren also die Ergebnisse des jüngsten Berichts über das globale Vertrauen in unsere Institutionen, und welche Ergebnisse können Führungskräfte in ihren Unternehmen einbringen?

Wir haben einige Ergebnisse aus dem Edelman-Trust-Barometer zusammengefasst, die beschreiben, wie Führungskräfte diese Erkenntnisse nutzen können, um die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ihren Unternehmen zu verbessern.

Menschen erwarten sozialen Wandel von Führungskräften

Es überrascht nicht, dass das gespaltene politische Klima in den USA und das schwelende globale Misstrauen gegenüber Regierungen und Medien „einen dringenden Wunsch nach Veränderung“ in der Öffentlichkeit ausgelöst haben. Die Studie ergab, dass die Industrienationen pessimistisch in die Zukunft blicken und nicht damit rechnen, dass sich ihre wirtschaftlichen Aussichten innerhalb der nächsten fünf Jahre verbessern werden.

Das Vertrauen der Bevölkerung ins System scheint laut Bericht erschüttert zu sein.

„Nur einer von fünf Befragten gab an, dass das System für ihn funktioniert.“ 

Das allgemeine Misstrauen hat in Kombination mit dem Wunsch nach sozialem Wandel dazu geführt, dass viele Menschen ihre Hoffnungen auf einen anderen Bereich setzen: ihren Arbeitsplatz. 

„Ganze 76 % der Befragten gaben an, dass CEOs bei Veränderungen die Führung übernehmen sollten und nicht darauf warten sollten, dass die Regierung dies tut.“

Befragte waren auch der Meinung, dass Führungskräfte positive Veränderungen der sozialen Gerechtigkeit erwirken könnten, wie in den Bereichen 

  • gleiche Bezahlung
  • Vorurteile und Diskriminierung
  • Qualifizierung für die Arbeitsplätze von morgen
  • Umwelt
  • Personenbezogene Daten
  • Fake News

Konkret glauben 71 % der befragten Angestellten, dass es für den CEO ihres Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist, auf dringende soziale Probleme zu reagieren.

Arbeitgeber gelten in den heutigen unsicheren Zeiten als eine Art Vertrauenssymbol

Der Bericht des Edelman-Trust-Barometers ergab, dass die Befragten ihre eigenen Arbeitgeber im Vergleich zu anderen Institutionen wie NGOs, Regierungen und Medien als vertrauenswürdig eingestuft haben.

Außerdem gaben 58 % der befragten Arbeitnehmer an, dass sie ihren Arbeitgeber als vertrauenswürdige Informationsquelle für Themen ansehen, über die kein allgemeiner Konsens herrscht. 

Die Erwartungen der Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber sind höher denn je

Weiterhin ergab der Bericht, dass Arbeitnehmer hohe Erwartungen an ihren Arbeitgeber haben. Laut der Studie berichteten die Befragten, dass sie in den folgenden Bereichen hohe Erwartungen haben:

  • gemeinsames Handeln und sozialer Zweck
  • persönliche Befähigung
  • Aufstiegsmöglichkeiten

Vertrauen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist wichtiger denn je

Diese Befunde geben Unternehmen die Chance, einzugreifen und die Verantwortung für positive Veränderungen zu übernehmen. 

Laut Edelman-Trust-Barometer gibt es vier wichtige Möglichkeiten, wie Arbeitgeber dieses Klima nutzen können, um zu Führungskräften zu werden, denen die Mitarbeiter trauen. 

1) Führungswechsel

In der Öffentlichkeit wird nach inspirierenden Führungskräften gesucht, die sich mit Zukunftsfragen der Gesellschaft auseinandersetzen. Sie sollten außerdem bereit sein, in die nächst Generation von Arbeitnehmern zu investieren und sie auszubilden. 

2) Mitarbeiter befähigen

Für Arbeitgeber ist es enorm wichtig, ihren Mitarbeitern eine Stimme innerhalb des Unternehmens zu geben. Führungskräfte sollten sich darauf konzentrieren, Möglichkeiten für gemeinsames Handeln zu schaffen und ihre Teams mit den nötigen Informationen zu versorgen, damit diese autonom das Unternehmen voranbringen können. 

3) Bemühungen vor Ort fokussieren

Unternehmer haben die Chance, hohes Ansehen in ihrer Community zu erlangen, indem sie Probleme lösen, die die Menschen in ihrem direkten Umfeld betreffen. Durch die Verbesserung dieser sozialen Bedingungen können Unternehmer Vertrauen aufbauen. 

4) Führungskräfte fördern

Da sich die Öffentlichkeit zunehmend der Privatwirtschaft als Führungsgröße zuwendet, sind die CEOs aufgefordert, die Lücke zu schließen, die durch die Untauglichkeit vieler gewählter Amtsträger entstanden ist. Führungskräfte können das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen, indem sie ihre Unternehmenswerte leben, direkt mit der Öffentlichkeit zusammenarbeiten und eine sichtbare Präsenz außerhalb des Unternehmens haben.

Führungskräfte können längst nicht mehr hinter verschlossenen Türen im Verborgenen agieren. In der heutigen Kultur, die auf Privatsphäre sensibilisiert ist, wird von CEOs erwartet, dass sie für alle sichtbar die vorderste Position einnehmen. 

Für Unternehmen ist es Zeit, Stellung zu beziehen

Die wichtigste Schlussfolgerung aus dem Edelman-Trust-Barometer ist, dass sich die Öffentlichkeit nach neuen Führungskräften sehnt. Derzeit gelten Unternehmen und Arbeitgeber als die vertrauenswürdigsten Quellen für Veränderungen, Unterstützung und Inspiration.

Fragen Sie sich selbst: Woran glaubt Ihre Marke? Wofür steht sie? Gegen was positioniert sie sich? Die Zeiten des neutralen, flachen, unternehmensweiten Brandings sind vorbei. Ihre Marke ist die Identität Ihres Unternehmens. Wenn Sie das leben, woran Sie glauben, werden Ihre Mitarbeiter Ihnen folgen. 

Sind Sie bereit, die Bindung zu Ihrem Team zu stärken? Laden Sie unsere Checkliste für Mitarbeiterumfragen in Echtzeit herunter, um Dialogmöglichkeiten zu öffnen.