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Digitale Transformation der Frontline: Change Management im Zeitalter der gewerblichen Digitalisierung

Frontline Digitalization with Beekeeper

Willkommen zu Teil 2 unserer Serie zu den wichtigsten Themen meines neuen Buchs, „Digitale Transformation der Frontline“. Hier geht’s zu Teil 1.

Der große David Bowie fasste einige der Vorbehalte gegenüber der Idee von „Veränderungen“ treffend zusammen, als er sang „Ich weiß immer noch nicht, auf was ich gewartet habe“. Wenn es um die Digitalisierung gewerblicher Mitarbeitender geht, gilt die Frage immer noch. Auf was warten wir? 

Ch-ch-ch-changes… in der Frontline-Digitalisierung

Es ist an der Zeit, dass Unternehmen sich entscheiden, entweder weiter in veraltete Systeme zu investieren oder zukunftssichere mobile Plattformen zu nutzen, die ihre Frontline-Mitarbeitenden digital unterstützen. 

Beekeeper's guide to frontline digitalization

Für viele ist die Wahl offensichtlich, aber zu wissen, warum wir uns ändern sollten und wie wir uns ändern sollten, sind zwei verschiedene Überlegungen.

Frontliner gehören zu den mobilsten Arbeitnehmenden und verdienen die besten digitalen Tools, um ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen, aber auch und besonders, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. COVID-19 hat alles verändert, wenn es um die Digitalisierung im gewerblichen Bereich geht, und wir stehen jetzt an einem Scheideweg. 

Es gibt zahlreiche betriebliche, technische und kulturelle Hindernisse, die die Digitalisierung der Frontline behindern können. 

Hier sind die acht klassischen Hindernisse für Veränderungen, die wir identifiziert haben:

1. Fehlende Investitionen

Nur ein Prozent des weltweiten Risikokapitals wird in Technologien investiert, die gewerblichen Mitarbeitenden dienen – wobei diese Menschen 80 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte ausmachen.

2. Gleicher Planet, verschiedene Welten

Es besteht die falsche Vorstellung, dass Mitarbeitende am Schreibtisch strategisch wichtiger für ein Unternehmen sind, während die gewerblichen Mitarbeitenden leicht austauschbar sind, weniger an das Unternehmen gebunden sind, schneller den Arbeitsplatz wechseln und weniger gebildet sind. Dies ist eine antiquierte Denkweise, die den Entscheidungsprozess bei der Planung von Digitalisierungsinitiativen beeinflusst.

3. Fehlende Technologie

Mitarbeitende am Schreibtisch verbringen die meiste Zeit ihres Arbeitstages mit Technologie, und wenn sie remote arbeiten, sind sie über Laptops, Mobiltelefone, Tablets und andere Geräte mit dem Büro verbunden. Das Gegenteil ist oft der Fall für gewerblcihe Mitarbeitende. Im digitalen Sinn sind gewerbliche Belegschaften leider grundsätzlich abgeschnitten.

4. Vielfältige und komplexe Arbeitsgesetze

Arbeitsgesetze sind eine der schwierigsten Herausforderungen, denen Unternehmen in Bezug auf ihre Mitarbeitende an vorderster Front gegenüberstehen. Das Management und die Kommunikation der vielfältigen und komplexen Arbeitsgesetze sind seit langem ein weiteres Hindernis für die Digitalisierung gewerblicher Belegschaften an vorderster Front. Eine Studie ergab, dass Unternehmen in den USA mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 11,7 % arbeitsrechtliche Klagen erwarten können. 

5. Fehlendes Budget

Aus verschiedenen Gründen fehlt es im Bereich der digitalen Transformation deutlich an Budget – darunter eine bedauerlicherweise fehlende Priorisierung von Frontline-Technologien oder eine fehlende Wertschätzung für die Ausrüstung gewerblicher Mitarbeitender.

6. Die Schreibtischwelt an die Frontline bringen

Ein weiteres Beispiel für häufige Fehler ist das schlichte Übernehmen von Technologie für Büroangestellte für gewerbliche Mitarbeitende. Dabei wird die Tatsache ignoriert, dass diese Mitarbeitenden grundlegend andere Bedürfnisse, Kulturen, Anforderungen, Einstellungen und Erfahrungen haben als ihre Kollegen am Schreibtisch.

7. Kein ganzheitlicher Überblick

Wenn Unternehmen versuchen, ihre Mitarbeitende im gewerblichen Bereich zu digitalisieren, geschieht dies selten aus einer einheitlichen und ganzheitlichen Perspektive. Diese Projekte werden in der Regel von der Personal- oder Kommunikationsabteilung initiiert und es fehlt ihnen an echtem Buy-in vom weiteren Unternehmen und den Leuten an der Spitze. 

8. Der Aufstieg der Schatten-IT

Da gewerbliche Mitarbeitende oft nicht berücksichtigt werden, wenn es um digitale Kommunikationswege geht, werden sie manchmal Lösungen improvisieren und Apps verwenden, die nicht vom Unternehmen unterstützt werden. Leider kann die Verwendung von Plattformen für den privaten Gebrauch – wie WhatsApp – für die Kommunikation am Arbeitsplatz dazu führen, dass Mitarbeitende unbeabsichtigt gegen verschiedene Gesetze, Sicherheitsvorschriften und Datenschutzprotokolle verstoßen.

Nichts als Netz

Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Digitalisierung häufig zu kurz kommt, sind die Intranets von Unternehmen.

Einfach gesagt ist ein Intranet ein Computernetzwerk, dessen Zugriff auf diejenigen innerhalb eines Unternehmens beschränkt ist, die eine Vielzahl von Protokollen und Anwendungen verwenden, die ursprünglich für das Internet entwickelt wurden. Intranets werden häufig verwendet, um wichtige Informationen zu speichern und eine Plattform zu bieten, auf der Menschen Top-Down-Nachrichten erhalten können. In der Wirtschaft sind Intranets für die Einbindung von Mitarbeitenden am Schreibtisch heute weit verbreitet. 

Wenn es jedoch darum geht, gewerbliche Mitarbeitende einzubinden, scheitern die meisten Intranets. Dies liegt daran, dass sie oft nicht für das Smartphone optimiert sind, Frontliner aber überwiegend so darauf zugreifen.    

Gewerbliche Mitarbeitende sind jedoch einfallsreich. Wenn sie also nicht richtig mit digitalen Tools ausgestattet werden, kann es vorkommen, dass sie ihre eigenen finden. Obwohl die Initiative lobenswert ist, sind die daraus resultierenden Cyber-Schwachstellen ein definitiver Grund zum Innehalten.

Das passende Werkzeug macht den Unterschied

Zu wissen, wie man mit Veränderungen umgehen kann, ist der Schlüssel zum Erfolg während Ihres gesamten Digitalisierungsprozesses. Veränderung um ihrer selbst willen, ohne einen wirklichen Punkt oder Plan, wird garantiert scheitern. Jüngste Untersuchungen der internationalen Managementberatung McKinsey & Company haben ergeben, dass 70 % der Initiativen zur digitalen Transformation ihre gesteckten Ziele nicht erreichen. 

Dies ist eine überwältigende Statistik, die jede Person aufhorchen lassen sollte, die ein Digitalisierungsprojekt zum Erfolg führen muss. Was ist der Kern dieser Fehler? Normalerweise gibt es eine kritische Fehlausrichtung zwischen dem Ziel, welches das Unternehmen zu erreichen versucht, und den Tools, die zum Erreichen dieses Ziels implementiert wurden.

Nennen wir dieses Phänomen den „Glitzereffekt“. Dieser tritt auf, wenn eine neue Technologie auf den Markt kommt, viel Aufmerksamkeit (auch die von Entscheidungsträgern Ihres Unternehmens) erregt und übereilt implementiert wird. In diesem Szenario wird nicht realistisch bewertet, wie die neue digitale Lösung dem Unternehmen helfen kann, seine Ziele zu erreichen.

Um die transformative Kraft von Technologie ausschöpfen zu können, muss ein Unternehmen sie auf das ausrichten, was es wirklich erreichen möchte. Und hier ist eine Binsenweisheit:

Das einzige, was schlimmer ist als keine digitalen Tools zur Verfügung zu stellen, ist die Bereitstellung der falschen Tools.

Zweifellos ist es ein offensichtlicher Gewinn, Ihre Frontline mit den richtigen Werkzeugen auszustatten, um ihren Erfolg zu gewährleisten. Ein Gewinn für die Mitarbeitenden als auch das Unternehmen. Drei Schlüsselelemente sind für den Erfolg von entscheidender Bedeutung.

Drei Lehren aus erfolgreichen Digitalisierungsprojekten

Unternehmen brauchen einen neuen Weg, um ihre gewerblichen Mitarbeitenden einzubinden, und ein glückliches und reibungsloses Arbeitserlebnis zu schaffen, was zu einer produktiveren und effizienteren Belegschaft führt. Mobile Tools sind die Antwort, und für jedes Unternehmen, das die Digitalisierung seiner Frontline-Mitarbeitenden ernst nimmt, gibt es drei Faktoren, die für den Erfolg entscheidend sind.

1.Beziehen Sie die Geschäftsführung langfristig ein

Ihr CEO und der Vorstand geben den Ton für ein digitales Transformationsprojekt an. Wenn die Unternehmensführung leidenschaftlich, sachkundig und engagiert ist, werden diese Qualitäten von der Belegschaft gewürdigt und übernommen. 

2. Führen Sie ein Change-Management-Framework ein

Eine Studie von Gartner mit CIOs ergab, dass 46 % der Befragten glauben, dass der Kulturwandel das größte Hindernis für den Erfolg bei der digitalen Transformation ist. Angesichts dieser Zahl muss die Einführung eines Change-Management-Frameworks ein wesentlicher Bestandteil jedes Digitalisierungsprojekts sein. Wenn Sie sich auf den Wert Ihrer Frontline konzentrieren, können Sie deren Buy-In sicherstellen.

3. Stellen Sie die Digitalisierung in den Dienst von Geschäftsergebnissen

Es kommt nur allzu häufig vor, dass Unternehmen ein neues digitales Tool implementieren, ohne zu prüfen, wie es zu ihren Geschäftszielen passt und wie es das Erreichen von Geschäftsergebnissen unterstützen könnte. Mit iterativen Zielen können Sie jedoch schrittweise Fortschritte erzielen und Ihre Strategie im weiteren Verlauf verfeinern.

Beekeeper's guide to ensuring digitalization is aligned to business outcomes

Schon das alte Schreiner-Sprichwort lehrt uns: „Zweimal messen, einmal schneiden“, und es spricht tatsächlich vieles für die Quantifizierung und genaue Interpretation der Daten, die bei der Implementierung neuer Systeme anfallen. Für die digitale Transformation Ihres Unternehmens ist es von entscheidender Bedeutung, über Kennzahlen zu verfügen, die nicht nur den Wert messen, den diese neuen Prozesse für Ihre gewerblichen Mitarbeitenden haben, sondern auch, wie viel Wert diese wiederum Ihren Kunden bieten können.

Mein neues Buch „Digitale Transformation der Frontline“ untersucht die kritische Bedeutung der gewerblichen Arbeitnehmenden von heute und erläutert, warum diese unverzichtbaren Mitarbeitende eine entscheidende Rolle für den globalen wirtschaftlichen Aufschwung spielen werden. Holen Sie es sich jetzt bei Amazon!

Um mehr darüber zu erfahren, wie die Digitalisierung Ihre Frontline-Mitarbeitenden stärken kann, empfehle ich unseren Bericht zur gewerblichen Mitarbeitertechnologie.